Erstes Begegnungscafé gut besucht

Kinder sind Meister der Integration. Das konnte man am Samstag beobachten, als sich die Kinder zum Spielen in einem Nebenraum trafen. Berührungsängste oder eine Sprachbarriere schienen keine Rolle zu spielen. Man sah einfach eine Gruppe spielender Kinder.

Ganz so leicht tun wir Erwachsene uns nicht. Aber das Vorbereitungsteam hatte gut vorgesorgt, damit Gespräch und Begegnung leicht in Gang kommen.

Das Café, das in den Räumen der Gemeinde LEBENSHAUS stattfindet, wurde von Ivan Masalyka und seiner Mitarbeiterin Astrid mit einem gemeinsamen Lied als „Eisbrecher“ eröffnet. Danach halfen Stationen über die Herkunftsländer der Bewohner der Neunkirchner Unterkunft sowie Kartenmaterial, Atlanten und Bildwörterbücher dabei, auch ohne viele Worte ins Gespräch zu kommen. Oft war es aber auch möglich, sich mit Englisch, Italienisch oder ein paar Brocken Russisch oder Griechisch zu verständigen. Zusätzlich hatte Ivan zwei Gäste aus Nürnberg eingeladen, die Arabisch und andere Sprachen der Region übersetzen konnten.

So erfuhren wir Neunkirchner viel über die Hintergründe und Verhältnisse der Flüchtlinge. Auch die Umstände der Flucht bis zur Ankunft in Neunkirchen boten einen bewegenden Einblick.

Durch die Gespräche zeigten sich auch Interessen und Wünsche, die durch den Helferkreis erfüllt werden können. Die Musiker fanden so beispielsweise Kontakt zur Jugend- und Trachtenkapelle.

So wurde das erste Begegnungscafé zu einem Austausch zwischen Flüchtlingen und Neunkirchnern sowie zwischen den Helfern untereinander, die sich zum Teil auch noch nicht persönlich kannten.

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung am 11. Juli! Außerdem wird es eine Aktion während des Bürger- und Heimatfestes im Agendapark geben. Sie sind herzlich eingeladen!