Kärwaburschen luden zum Feiern ein

Die Burschenschaft vom Torplatz hat an der Neunkirchner Kärwa die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft mit einer super Aktion überrascht: Jeder Bewohner konnte sich ein „Fun-Paket“ in der Zehentscheune abholen und erhielt damit einen Gutschein für Getränk, Essen und Fahrgeschäfte als „Starthilfe“.

Ein schönes Zeichen, dass auch die neuen Bewohner eine Gelegenheit bekommen, am Leben in Neunkirchen teilzunehmen und übers Kärwa-Feiern nicht vergessen werden.

Herzlichen Dank dafür!

Übergabe der Fun-Pakete durch Armin "Zumbl" Eimerich in der Unterkunft

Übergabe der Fun-Pakete durch Armin „Zumbl“ Eimerich in der Unterkunft

Tolle Aktion im Kindergarten!

Wir bedanken uns für die tolle Aktion des katholischen Kindergartens, die uns am Ende des Kindergartenjahres überrascht hat! Die Fahrt nach Schloss Thurn wurde in den Sommerferien bereits durchgeführt. Hier der Bericht des Kiga-Teams:

Übergabe des Erlöses der Kochbuch-Aktion im katholischen Kindergarten

Übergabe des Erlöses der Kochbuch-Aktion im katholischen Kindergarten

Kurz vor den Sommerferien überreichten Kigaleitung Annemarie Wölfel und die Leiterinnen des Projektes „Kindergartenkochbuch“ Frau Roeger und Frau Hoell (Elternbeirat) den Erlös des Kochbuchverkaufs am Sommerfest an Pfr. Axel Bertholdt und Herrn Armin Hoffmann vom offenen Helferkreis „Willkommen in Neunkirchen“.

Der Erlös soll für eine gemeinsame Freizeitaktion der Flüchtlingsfamilien nach Schloss Thurn in Heroldsbach verwendet werden. Wir wünschen dafür viel Sonnenschein und fröhliche Stunden.

P.S. Es sind immer noch einige Exemplare unseres Kochbuchs “ Einfach lecker“ zum Preis von 7 Euro zu erwerben. Verkaufsstellen: Bücherei, Das Eck, Bäckerei Merkel und natürlich bei uns im Kath. Kindergarten St. Elisabeth!

Arbeit und Beschäftigung

Gelegentlich werden wir gefragt, welche Möglichkeiten Asylbewerber haben, eine Arbeit aufzunehmen. Wie sich jeder vorstellen kann und manch einer vielleicht selber schon erleben musste, ist eine geregelte Tätigkeit aus vielen Gründen wichtig. Selbstwertgefühl und ein strukturierter Tagesablauf sind nur zwei davon.

Grundsätzlich gilt in Deutschland, dass Asylbewerber in den ersten drei Monaten und unter bestimmten Bedingungen einem Erwerbsverbot unterliegen. In dieser Zeit dürfen sie nur eine sogenannte „Arbeitsgelegenheit“ wahrnehmen — im Prinzip gemeinnützige Hilfsdienste bei der Kommune oder Kirchen. Diese Tätigkeiten sind auf 20 Stunden pro Woche begrenzt und werden mit 1,05 Euro entlohnt.

Auch in Neunkirchen bemühen wir uns, solche Arbeitsgelegenheiten bereitzustellen: im Bauhof, in der Mittelschule, im Freibad.

In der zweiten Phase, wenn also das Erwerbsverbot aufgehoben ist, sind alle Tätigkeiten (Praktikum, Ausbildung, Berufstätigkeit) genehmigungspflichtig. Dem Landratsamt muss im Prinzip nachgewiesen werden, dass die angebotene Tätigkeit nicht von einem deutschen Staatsbürger oder EU-Bürger übernommen wird. Eine hohe bürokratische Hürde.

Erst, wenn eine Aufenthaltsgenehmigung erteilt wurde oder der Asylbewerber nach 4 Jahren noch keinen Bescheid erhalten hat, gibt es eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis.

Wenn Sie sich für Details interessieren, können Sie diese in einer recht übersichtlichen Broschüre des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg nachlesen: Als PDF Datei herunterladen.

Wenn Sie eine Beschäftigungsmöglichkeit haben und vor den beschriebenen Hürden nicht zurückschrecken, melden Sie sich bitte über unser Kontaktformular!

Infoabend am 28. Oktober 2015

Seit gut 5 Monaten haben wir jetzt die Gemeinschaftsunterkunft in Neunkirchen, bewohnt von mittlerweile 30 Personen. Etwas länger, seit etwa einem halben Jahr, gibt es den offenen Helferkreis „Willkommen in Neunkirchen“. Im Rahmen dieser Initiative kümmern sich viele Freiwillige um die Schaffung von Angeboten, die staatliche Stellen nicht leisten können oder wollen, die aber zum Zusammenleben für alle Seiten erforderlich sind.

Am Mittwoch, 28. Oktober 2015, veranstalten wir um 19:30 Uhr einen Infoabend im katholischen Pfarrzentrum Adolph Kolping, Gräfenberger Straße 2b (auf der Rückseite des Gasthof zur Post).

Wir möchten die Helferinnen und Helfer und alle Interessierten einladen, mit uns einen Blick zurück auf die letzten Monate zu werfen sowie einen Blick nach vorn zu wagen. Die Hilfe der Neunkirchner Bürgerinnen und Bürger war bisher ganz großartig. Im Juli konnten wir ein gemeinsam mit Marktgemeinde, Kirchen und Vereinen erarbeitetes Konzept fertigstellen, das wir Ihnen gerne vorstellen möchten. Ebenso die Arbeitskreise, die heute schon viele Dinge bewirken. Natürlich gibt es auch immer noch Felder, auf denen ein weiteres Engagement möglich wäre.

Blicken Sie mit uns zurück auf das Erreichte und helfen Sie uns bei den nächsten Schritten!

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Begegnungscafé als feste Institution

Viel ist in diesen Tagen von Integration die Rede. Integration lebt von Begegnung. Deswegen war es uns als Helferkreis von Anfang an wichtig, Möglichkeit zur Begegnung zu schaffen. So haben wir die Idee eines regelmäßigen Cafés aufgegriffen, die bei anderen Helferkreise bereits erfolgreich war.

Mittlerweile hat sich das Begegnungscafé als feste Einrichtung etabliert. An jedem zweiten und vierten Samstag im Monat (ausgenommen Feiertage) hat es auch seinen festen Platz im Kalender. Bisher konnten wir bei jedem Termin neue interessierte Neunkirchner treffen. Die Gespräche zwischen allen Besuchern haben immer „Hand und Fuß“, weil man die zur Verständigung braucht. Aber es kommt trotzdem ein sehr guter Austausch zustande.

Machen Sie sich selbst ein Bild und kommen Sie mal vorbei! Die Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Aktuell kein Bedarf

Zur Zeit sind die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft mit den notwendigen Dingen versorgt. Daher benötigen wir aktuell keine Sachspenden. Sobald wieder Bedarf entsteht, werden wir es an dieser Stelle und über die übrigen Kommunikationskanäle mitteilen.

Wir möchten uns für alle bisher geleisteten Spenden herzlich bedanken! Es war immer sehr schnell möglich, den Flüchtlingen zu helfen — Dank Ihrer Großzügigkeit!

An dieser Stelle möchten wir allerdings auch noch einmal darum bitten, keine unverlangten Spenden direkt an der Unterkunft abzugeben oder abzustellen. Wir haben dort keinen Platz für die Lagerung nicht benötigter Dinge. Falls Sie etwas abzugeben haben, was wir gerade nicht benötigen, können Sie dies in bei Organisationen abgeben,  die uns unterstützen:

Sprache aus dem Internet

Alle Menschen, die bereits Kontakt mit den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft hatten, kennen das Phänomen: Wie fange ich ein Gespräch an, wenn es auf Englisch nicht klappt? Noch schwerer wird es, wenn Alltagssituationen wie Einkaufen, Arztbesuche oder Behördengänge mit ihren Spezialwörtern anstehen. 

Sehr schnell haben sich dabei die Übersetzungshilfen bewährt, die moderne Smartphones bieten – einer von vielen Gründen, warum Smartphones für Flüchtlinge kein Luxus sind, sondern lebenswichtig. 

Darüber hinaus gibt es im Internet einige Angebote, die man als Hilfe benutzen kann, beispielsweise ein kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch/Arabisch: http://de.langenscheidt.com/deutsch-arabisch/

Ein Projekt in Berlin versucht gerade, ein Lexikon wichtiger Wörter und Sätze in vielen Sprachen zu erstellen, die besonders für die Betreuung von Neuankömmlingen nützlich sind: http://www.refugeephrasebook.de

Das Projekt sucht noch einige Übersetzungen. Wer helfen kann, gibt also auch noch etwas an die Gemeinschaft zurück. 

Die Vermittlung der deutschen Sprache oder „Wie viel Uhr ist es?“

Einen kleinen Blick in die alltäglichen Hürden der Sprachvermittlung ermöglicht uns der folgende Erfahrungsbericht aus den ersten Wochen des Sprachunterrichts für Erwachsene. Dort geben ja mittlerweile 8 Personen regelmäßig Unterricht. Auch während der Ferien.

Wie soll ich das nur erklären?

Die Vermittlung der deutschen Sprache oder „Wie viel Uhr ist es?“

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Man teilt das Zifferblatt in ein Friedenszeichen, etwa so: ☮ und dann nur noch ablesen. Je nach Lage der Zeiger zueinander erhalten wir z. B. acht Uhr. Einfach! – oder doch nicht? Schon der Laut „ch“ in „acht“ macht einigen der hochmotivierten Schüler fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Dann aber der Blick nach draußen: es ist schon spät, also nicht „acht“ sondern „zwanzig Uhr“! Das leuchtet ein. Sollten die Zeiger bei der Frage nach der Zeit jedoch die Stellung 15:20 Uhr einnehmen beginnt das Dilemma. Ist es jetzt „zwanzig nach drei“, „zehn vor halb vier“ oder jetzt, weil Nachmittag dann doch „zwanzig nach fünfzehn“?

Der geneigte Leser erkennt sofort die Problematik die mit 15:40 Uhr entstehen wird.

Noch schlimmer wird es mit den Vierteln. Bestellen wir Wein, ist klar wie viel wir bekommen, aber bezüglich der Uhrzeit? Viertel drei ist nicht dasselbe wie Viertel vor oder nach drei sondern 14:15 Uhr, bzw. 2:15 Uhr. Wir jetzt aber auch noch die Reihenfolge der Begriffe aus Versehen einer fremden Muttersprache angepasst, dann wird daraus „drei Viertel“ (dreiviertel), das wäre dann 14:45 oder 2:45 Uhr oder??? Wie schaffen wir es unter diesen Bedingungen überhaupt, jemals pünktlich irgendwo anzukommen?!

Wer jetzt noch wissen möchte, wie der Friede mit der Uhrzeit zusammenhängt, sei gesagt er teilt ganz friedlich ein Zifferblatt in „zwanzig nach“, „zehn vor halb“, „zehn nach halb“ und „zwanzig vor“, damit jeder weiß, was die Stunde geschlagen hat.

Also dann, bis kurz vor zwölf, oder vierundzwanzig, oder Null Uhr; kurz, zur Geisterstunde halt.

© P. T.

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Vierter Rundbrief an die Helfer

Liebe Helferinnen und Helfer,

der letzte Rundbrief ist zwar schon eine Weile her, aber das bedeutet nicht, dass sich nichts ereignet hätte! Ganz im Gegenteil, es gibt einige Neuigkeiten zu berichten, und vielen Helferinnen und Helfern zu danken, die mittlerweile auf vielfache Weise mit anpacken.

+++ NACHRICHTEN +++

Seit kurzer Zeit sind alle Zimmer in der Gemeinschaftsunterkuft fertiggestellt und belegt. Somit wohnen jetzt 28 Personen in der Unterkunft. Die Belegung ist wie folgt: 9 Personen aus Albanien, 8 aus Nigeria, 3 aus dem Irak, 3 aus Syrien, je 2 aus Afghanistan und Pakistan und eine Person aus Äthiopien.

Die Koordinatoren der fleißigen Arbeitskreise haben sich erstmals zu künftig regelmäßig geplanten Treffen zusammengesetzt und dabei u.a. auch einen Rückblick auf bereits Geleistetes gegeben:

Siehe http://willkommen-in-neunkirchen.de/koordinatorenteam-traf-sich-erstmals/

Wir freuen uns besonders, das der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am 22. Juli das gemeinsam von der Lenkungsgruppe erstellte Neunkirchner Konzept für die Flüchtlingsarbeit einstimmig verabschiedet hat. Damit haben wir eine tragfähige Basis für die Arbeit und eine gute Dokumentation unserer Vorgehensweise.

Siehe http://willkommen-in-neunkirchen.de/neunkirchner-konzept-zur-fluechtlingsarbeit-verabschiedet/

+++ HELFERBÖRSE +++

Der Sprachunterricht stellt eine wichtige Basis für die Handlungsfähigkeit im Alltag und für Integration dar. Daher würden wir uns freuen, wenn sich weitere Sprachtrainer finden ließen, die ein- bis zweimal in der Woche Deutschunterricht geben würden. Hilfe bei der Einarbeitung und Vorbereitung gibt das Team, daher sind nicht nur gelernte Deutschlehrerinnen und -lehrer willkommen! Wenn Sie Interesse haben, würden wir uns über eine Nachricht unter presse@willkommen-in-neunkirchen.de freuen!

Da währen der Sprachkurse oft auch kleine Kinder anwesend sind, suchen wir Freiwillige, die sich während der einstündigen Kurse um die Kinderbetreuung kümmern könnten. Auch dazu würden wir uns über eine Nachricht unter presse@willkommen-in-neunkirchen.de freuen!

+++ SACHSPENDEN +++

Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf unsere Aufrufe zu Sachspenden. Aktuell suchen wir zum Beispiel wieder Kinderkleidung. Die Sachspendenaufrufe finden Sie unter http://willkommen-in-neunkirchen.de/spenden/

Wenn Sie dort etwas finden, das Sie entbehren können, melden Sie sich bitte über die Email-Adresse sachspenden@willkommen-in-neunkirchen.de