Sprache aus dem Internet

Alle Menschen, die bereits Kontakt mit den Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft hatten, kennen das Phänomen: Wie fange ich ein Gespräch an, wenn es auf Englisch nicht klappt? Noch schwerer wird es, wenn Alltagssituationen wie Einkaufen, Arztbesuche oder Behördengänge mit ihren Spezialwörtern anstehen. 

Sehr schnell haben sich dabei die Übersetzungshilfen bewährt, die moderne Smartphones bieten – einer von vielen Gründen, warum Smartphones für Flüchtlinge kein Luxus sind, sondern lebenswichtig. 

Darüber hinaus gibt es im Internet einige Angebote, die man als Hilfe benutzen kann, beispielsweise ein kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch/Arabisch: http://de.langenscheidt.com/deutsch-arabisch/

Ein Projekt in Berlin versucht gerade, ein Lexikon wichtiger Wörter und Sätze in vielen Sprachen zu erstellen, die besonders für die Betreuung von Neuankömmlingen nützlich sind: http://www.refugeephrasebook.de

Das Projekt sucht noch einige Übersetzungen. Wer helfen kann, gibt also auch noch etwas an die Gemeinschaft zurück. 

Neunkirchen integriert Kinder und Jugendliche

Zurzeit sind ca. 1/3 der Asylbewerber in Neunkirchen Kinder und Jugendliche. Ziel im Markt ist es, diesen Menschen gemeinschaftlich eine Perspektive aufzuzeigen und sie in unser Alltagsleben zu integrieren, obwohl die Chance auf ein dauerhafte Bleibeperspektive in Neunkirchen häufig gering ist. So gehen die Kleinkinder bereits in den Kindergarten und haben dort bereits neue Spielkameraden gefunden. Ein Mädchen besucht die Grundschule in Neunkirchen, sowie anschließend die Mittagsbetreuung um zu lernen, zu spielen und um Spaß zu haben. Drei männliche Teenager verbringen den größten Teil ihres Tages in der Mittelschule, in der sie zusätzlich mit großer Unterstützung der Diakonie zu normalem Unterricht noch mit extra Deutschkursen gefördert werden. Sie haben bereits große Fortschritte in der deutschen Sprache gemacht.

Diese schulischen Angebote werden durch bereits bestehende Freizeitangebote der verschiedensten Vereine und Institutionen Neunkirchens erweitert. Die Jugendlichen nutzen bereits den Sportplatz des TSV, das Basketballangebot der Kolpingsfamilie, den Kraftraum unseres Jugendpflegers, sowie die offenen Angebote im Haus der Generationen.

Diese Vielfältige Nutzung der Freizeitangebote in Kombination mit intensivem Deutschunterricht macht das Erlernen unserer Sprache für viele um einiges leichter und sorgt damit zu gleich für erste gelingende Integrationsansätze.

Text: Anna Conrad